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Exkursionen

09. Juli 2022 Mittelalter und Frühindustrialisierung im märkischen Sauerland: Luisenhütte in Balve-Wocklum : Geschichte der Eisenproduktion / Altena: Glanz des Mittelalters - Jugendbewegung - Geschichte der Drahtherstellung

Unsere Fahrt führt uns in das Märkische Sauerland und lässt uns zum einen das Mittelalter in Gestalt einer der schönsten Höhenburgen Deutschlands erleben, zum anderen tauchen wir ein in die Geschichte der frühen Industrialisierung.
Wir fahren zuerst auf der uns bekannten B 229 in Richtung Arnsberg bis nach Balve, wo im  Ortsteil Wocklum 1748 die Luisenhütte gegründet worden war. Diese Eisenhütte wurde 1854/55 von der gräflichen Unternehmerfamilie von Landsberg-Velen auf den damals neuesten Stand der Technik gebracht, was die Vergrößerung des Hochofens und den Einbau einer Gebläse-Dampfmaschine zur Versorgung des Hochofens mit Sauerstoff bedeutete. Trotz der hohen Qualität des hier erzeugten Eisens konnte die Luisenhütte der Konkurrenz der durch die Rheinschifffahrt und den verstärkten Eisenbahnbau begünstigten Hochöfen an Rhein und Ruhr nicht lange standhalten und wurde 1865 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Zum Glück blieb die Anlage im Wesentlichen erhalten und stellt heute ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung dar, wo die geschichtlichen Wurzeln der Hüttentechnologie des benachbarten Ruhrgebiets erlebbar werden.
Von Balve aus fahren wir einige Kilometer zurück in westlicher Richtung, bis vor uns auf einem Bergsporn über dem Lennetal die mächtige Burg Altena auftaucht. Sie wurde im 12. Jahrhundert von einer Nebenlinie der Grafen von Berg errichtet. Sie nannten sich „Grafen von Altena“, später „Grafen von der Mark“, und die Burg Altena blieb bis 1392 ihr Stammsitz und war das politisch-historische Zentrum der Grafschaft Mark. 1609 gingen Burg und Land in den Besitz des Kurfürsten von Brandenburg über. In der Napoleonischen Zeit gehörte alles zum Großherzogtum Berg, und 1815 kamen bekanntlicherweise sowohl Westfalen als auch das gesamte Rheinland zu Preußen. Natürlich blieb die Burg im Lauf der Jahrhunderte nicht unverändert im ursprünglichen Zustand erhalten, und so wurde 1906 der „Märkische Burgverein“ mit dem Ziel der Wiederherstellung der mittelalterlichen Gestalt der Burg gegründet. Die Restaurierung konnte 1918 abgeschlossen werden. Schon 1914 hatte Richard Schirrmann in der Burg die erste ständige Jugendherberge der Welt eingerichtet. Zu Füßen der Burg entstand die gleichnamige Stadt, die 1367 von Engelbert III. von der Mark Freiheitsrechte erhielt. Aufgrund der Eisenvorkommen in der Region entstand schon im Mittelalter in Altena ein spezieller Wirtschaftszweig: Die Stadt wurde das Zentrum des deutschen Drahtgewerbes. Daher steht hier auch seit 1965 das „Deutsche Drahtmuseum“, das einzige seiner Art weltweit.

08.15 Uhr:  Abfahrt von Hückeswagen, Bahnhofstr. / Denkmal
08.30 Uhr:  Abfahrt von Radevormwald, Busbahnhof
10.30 Uhr:  Ankunft in Balve-Wocklum:                   
11.00 Uhr   Führung durch die Luisenhütte
12.00 Uhr:  Besuch des Museums für Vor- und Frühgeschichte
12.30 Uhr:  Mittagessen in der „Hüttenschänke“
13.30  Uhr  Weiterfahrt nach Altena (Parkplatz Langer Kamp)
14.45 Uhr:  Führung im „Deutschen Drahtmuseum“ (Fritz-Thomée-Str.12)
15.45 Uhr:  Spaziergang zum Erlebnisaufzug und Auffahrt zur Burg
16.00 Uhr:  Besuch des Burgmuseums und der weltweit ersten
Jugendherberge / Spaziergang auf dem Burggelände
17.00 Uhr:  Kaffeetrinken im Burgrestaurant
18.00 Uhr:  Talfahrt mit dem Erlebnisaufzug und Spaziergang zum ZOB „Am Markaner“
20.00 Uhr:   Ankunft in Radevormwald und Hückeswagen
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Organisation und Leitung: BGV Radevormwald – Hans Golombek
Kosten für Fahrt und Führungen: 40 €
Anmeldungen:  bis spätestens 10.6. (Höchstteilnehmerzahl 40) aus Radevormwald bei Hans Golombek: Tel 02195/30217,
E-Mail:  hans.golombek@t-online.de 

aus Hückeswagen bei Steffi Wolter: Tel 02192/92270

 

Seit Dezember 2021 ist eine neue Publikation des Bergischen Geschichtsvereins Radevormwald erhältlich: "Radevormwald zwischen Monarchie und Diktatur. 1918 und 1932". Autor des Buches ist Wolfgang Motte.
Die Publikation ist erhältlich in der Bergischen Buchhandlung in Radevormwald. Der Preis beträgt 13 Euro. Sie kann auch per E-Mail bei Bernhard Priggel bestellt werden (mail@bgv-radevormwald.de). In diesem Fall kommen Portokosten hinzu. Sie ist auch erhältlich in der Städtischen Bücherei (Bürgerhaus) sowie im Städtischen Archiv (Rathaus).
An die Mitglieder des Bergischen Geschichtsvereins Radevormwald wurde je 1 Exemplar kostenlos verteilt.







Radevormwald hat 2016 das Jubiläum
"700 Jahre Radevormwald 1316-2016" gefeiert.

Neuauflage seit dem 8. Oktober 2016 im Handel

Das Jubiläumsbuch fand so großes Interesse, dass die erste Auflage rasch vergriffen war und eine zweite Auflage vorbereitet werden musste. Diese um 8 Seiten erweiterte Auflage ist am 8. Oktober 2016 erschienen und kann bei der Bergischen Buchhandlung in Radevormwald zum Preis von 28,00 Euro erworben werden.








Herausgeber: Bergischer Geschichtsverein, Abteilung Radevormwald e.V.

Format: 240 x 300 mm
Anzahl der Seiten: 400
Einband: Hardcover
Vierfarbendruck, mit vielen Bildern und Fotos aus alter und neuer Zeit

Preis: 20,00 Euro (hinzu kommen noch 4 Euro für Verpackung und Porto)
Bestellung per E-Mail an:
mail@bgv-radevormwald.de

Bergischer Geschichtsverein Abt. Radevormwald e.V.
Rädereichen 2
42477 Radevormwald
Tel. 02195 / 30217
Mobil: 0170 / 9675850                                                                                    

Titelseite: Titel_Radevormwald 700 Jahre.pdf
Mehr zum Inhalt: Inhalt_Radevormwald 700 Jahre.pdf