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Jahresprogramm 2022

 

20. Mai 2022

Vortragsabend:
„Die Hanse und das Bergische Land“


Referent: Dr. Urs Diederichs, Wuppertal, Ehemaliger Leiter des Historischen Zentrums der Stadt
Remscheid und des Deutschen Werkzeugmuseums.

Beginn: 19.30 Uhr / Ort: Bürgerhaus

Die Hanse, da denkt man eher an Lübeck, Hamburg oder Bremen, vielleicht auch an die Städte im Ostseeraum, nicht aber an das Bergische Land. Und doch gab es hier Hansestädte oder zumindest Städte im hansischen Verbund, führte eine der wichtigsten Fernhandelswege der Hanse durch das Bergische Land, und waren Kaufleute aus der Region, auch aus Radevormwald, in den Hansestädten an der Ostsee tätig. In dem Vortrag soll der eigentümliche Charakter der Hanse, ihre Struktur im Spätmittelalter und ihre Verbindungen ins Bergische mit Lichtbildern dargestellt werden. Der Referent hat sich als Historiker an der Universität Kiel mit der spätmittelalterlichen Hanse wissenschaftlich beschäftigt.


7. Mai 2022

Düsseldorf – STIFTUNG Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalens
Besuch der Ausstellung UNSER LAND. 75 Jahre Nordrhein-Westfalen
Der Landtag von NRW hat beschlossen, ein Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen zu gründen.
In Düsseldorf, direkt an der Rheinuferpromenade und in unmittelbarer
Nähe des Landtags soll in dem von dem Architekten Peter Behrens geplanten ehemaligen Verwaltungsgebäude der Mannesmann-Werke ein zeitgeschichtliches Museum entstehen – in seinen Dimensionen vergleichbar mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Die Fertigstellung einer attraktiven Dauerausstellung, die spannend und informativ die Geschichte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes vermittelt, ist für das Jahr 1928 anvisiert. Das erste größere Projekt der Stiftung ist die Jubiläumsausstellung, die bis zum Mai 2022 im Behrensbau gezeigt wird. 

08.50 Uhr:  Abfahrt von Hückeswagen, Bahnhofstr. / Denkmal
09.00 Uhr:  Abfahrt von Radevormwald, Busbahnhof
11.00 Uhr   Beginn der Führung durch die NRW-Ausstellung
12.30 Uhr:  Ende der Führung. Selbstständige Nachmittagsgestaltung mit Mittagessen, Spaziergang am Rheinufer und durch die Altstadt, Besuch von Ausstellungen,  Café                   
16.00 Uhr:  Rückfahrt
18.00 Uhr:  Fahrtende in Radevormwald / Hückeswagen
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Organisation und Leitung: BGV Radevormwald – Hans Golombek
Kosten für Fahrt und Führungen: 25 €
Anmeldungen:  bis spätestens 2. Mai.
Aus Radevormwald bei Hans Golombek: Tel 02195/30217,
E-Mail:  hans.golombek@t-online.de 
aus Hückeswagen bei Steffi Wolter: Tel 02192/92270

 

09. Juli 2022

 

Exkursion: 
Mittelalter und Frühindustrialisierung im märkischen Sauerland: Luisenhütte in Balve-Wocklum : Geschichte der Eisenproduktion / Altena: Glanz des Mittelalters - Jugendbewegung - Geschichte der Drahtherstellung

Unsere Fahrt führt uns in das Märkische Sauerland und lässt uns zum einen das Mittelalter in Gestalt einer der schönsten Höhenburgen Deutschlands erleben, zum anderen tauchen wir ein in die Geschichte der frühen Industrialisierung.
Wir fahren zuerst auf der uns bekannten B 229 in Richtung Arnsberg bis nach Balve, wo im  Ortsteil Wocklum 1748 die Luisenhütte gegründet worden war. Diese Eisenhütte wurde 1854/55 von der gräflichen Unternehmerfamilie von Landsberg-Velen auf den damals neuesten Stand der Technik gebracht, was die Vergrößerung des Hochofens und den Einbau einer Gebläse-Dampfmaschine zur Versorgung des Hochofens mit Sauerstoff bedeutete. Trotz der hohen Qualität des hier erzeugten Eisens konnte die Luisenhütte der Konkurrenz der durch die Rheinschifffahrt und den verstärkten Eisenbahnbau begünstigten Hochöfen an Rhein und Ruhr nicht lange standhalten und wurde 1865 aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt. Zum Glück blieb die Anlage im Wesentlichen erhalten und stellt heute ein Industriedenkmal von nationaler Bedeutung dar, wo die geschichtlichen Wurzeln der Hüttentechnologie des benachbarten Ruhrgebiets erlebbar werden.
Von Balve aus fahren wir einige Kilometer zurück in westlicher Richtung, bis vor uns auf einem Bergsporn über dem Lennetal die mächtige Burg Altena auftaucht. Sie wurde im 12. Jahrhundert von einer Nebenlinie der Grafen von Berg errichtet. Sie nannten sich „Grafen von Altena“, später „Grafen von der Mark“, und die Burg Altena blieb bis 1392 ihr Stammsitz und war das politisch-historische Zentrum der Grafschaft Mark. 1609 gingen Burg und Land in den Besitz des Kurfürsten von Brandenburg über. In der Napoleonischen Zeit gehörte alles zum Großherzogtum Berg, und 1815 kamen bekanntlicherweise sowohl Westfalen als auch das gesamte Rheinland zu Preußen. Natürlich blieb die Burg im Lauf der Jahrhunderte nicht unverändert im ursprünglichen Zustand erhalten, und so wurde 1906 der „Märkische Burgverein“ mit dem Ziel der Wiederherstellung der mittelalterlichen Gestalt der Burg gegründet. Die Restaurierung konnte 1918 abgeschlossen werden. Schon 1914 hatte Richard Schirrmann in der Burg die erste ständige Jugendherberge der Welt eingerichtet. Zu Füßen der Burg entstand die gleichnamige Stadt, die 1367 von Engelbert III. von der Mark Freiheitsrechte erhielt. Aufgrund der Eisenvorkommen in der Region entstand schon im Mittelalter in Altena ein spezieller Wirtschaftszweig: Die Stadt wurde das Zentrum des deutschen Drahtgewerbes. Daher steht hier auch seit 1965 das „Deutsche Drahtmuseum“, das einzige seiner Art weltweit.

08.15 Uhr:  Abfahrt von Hückeswagen, Bahnhofstr. / Denkmal
08.30 Uhr:  Abfahrt von Radevormwald, Busbahnhof
10.30 Uhr:  Ankunft in Balve-Wocklum:                   
11.00 Uhr   Führung durch die Luisenhütte
12.00 Uhr:  Besuch des Museums für Vor- und Frühgeschichte
12.30 Uhr:  Mittagessen in der „Hüttenschänke“
13.30  Uhr  Weiterfahrt nach Altena (Parkplatz Langer Kamp)
14.45 Uhr:  Führung im „Deutschen Drahtmuseum“ (Fritz-Thomée-Str.12)
15.45 Uhr:  Spaziergang zum Erlebnisaufzug und Auffahrt zur Burg
16.00 Uhr:  Besuch des Burgmuseums und der weltweit ersten
Jugendherberge / Spaziergang auf dem Burggelände
17.00 Uhr:  Kaffeetrinken im Burgrestaurant
18.00 Uhr:  Talfahrt mit dem Erlebnisaufzug und Spaziergang zum ZOB „Am Markaner“
20.00 Uhr:   Ankunft in Radevormwald und Hückeswagen
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Organisation und Leitung: BGV Radevormwald – Hans Golombek
Kosten für Fahrt und Führungen: 40 €
Anmeldungen:  bis spätestens 10.6. (Höchstteilnehmerzahl 40) aus Radevormwald bei Hans Golombek: Tel 02195/30217,
E-Mail:  hans.golombek@t-online.de 

aus Hückeswagen bei Steffi Wolter: Tel 02192/92270

 

17. September 2022

Exkursion:
Rhein und Ruhr: Industrie und Binnenschifffahrt - Besuch in Duisburg - Ruhrort

Ruhrort liegt auf dem rechten Rheinufer, unmittelbar nördlich der Mündung der Ruhr in den Rhein. Unser Aufenthalt in Ruhrort beginnt mit einem längeren Stadtrundgang. Am 28. April 1371 unterzeichnete Kaiser Karl IV. in Prag eine Urkunde, die den Grafen von Moers erlaubte, an der Ruhrspitze (= Ruhroort) eine Zollstation einzurichten. Um die damalige Burg herum entwickelte sich eine städtische Ansiedlung im Umfang der heutigen Altstadt. Eine eigene Kirche wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts gebaut und 1551 nahm die Gemeinde geschlossen die Reformation an. 1614 kam die Stadt infolge der Jülich-Klevischen Erbteilung zu Brandenburg und erlebte dann, wie das übrige Westfalen und Rheinland, alle historisch-politischen Veränderungen mit. 1665 entstand eine „Schiffergilde“, deren Mitglieder sich in den rheinischen Städten als Kohlehändler betätigten. Die erste Schiffswerft  wurde 1712 errichtet und 1716 ließ der Magistrat den ersten Hafen anlegen. Franz Haniel baute 1828 eine Werft für den Bau von Dampfschiffen. Ruhrort gehört seit 1905 zu Duisburg und hat heute 5.250 Einwohner, zu denen wochentags noch ca. 3.000 „Einpendler“ hinzukommen. In den verwinkelten Gassen mit urigen Kneipen begann 1981 die Karriere des berühmten Horst Schimanski.
Ruhrort ist durch seine Lage an 2 großen Flüssen und mit dem großen Hafen der ideale Standort für das „Museum für Deutsche Binnenschifffahrt“. In einem ehemaligen Jugendstil-Schwimmbad werden wir die Geschichte der Binnenschifffahrt von der Steinzeit bis heute kennenlernen.

Natürlich gehört zu einem Besuch in Duisburg-Ruhrort eine Hafenrundfahrt verpflichtend dazu. Der Hafen in dieser Stadt gilt als der größte Binnenhafen der Welt mit seinen Verbindungen in das gesamte deutsche Fluss- und Kanalsystem und mit seinem direkten Zugang zu den Seehäfen Rotterdam, Antwerpen, Amsterdam und Hamburg. In den 21 öffentlichen Hafenbecken mit den entsprechenden Gleisanschlüssen werden jährlich 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt. Die „Duisburger Hafen AG“ bzw. die „Duisport-Gruppe ist nicht nur ein Hafen-, sondern auch ein gigantischer Logistik-Standort, der schon 2011 seine Fühler nach China ausgestreckt hat. Und so kam 2014 der chinesische Präsident Xi Jinping als zweiter prominenter Staatsgast nach Duisburg (nachdem 1965 schon Königin Elizabeth II den Hafen mit ihrem Besuch beehrt hatte). Das politisch nicht unumstrittene Projekt der „Neuen Seidenstraße“ hat seinen Weg nach Duisburg gefunden und jede Woche treffen nach 10.000 km Fahrt aus vielen chinesischen Städten insgesamt 40 Züge in Duisburg ein.
Wir werden mit Sicherheit in Ruhrort einen interessanten Tag erleben.

07.45 Uhr: Abfahrt von Hückeswagen, Bahnhofstr. / Denkmal

08.00 Uhr: Abfahrt von Radevormwald, Busbahnhof

10.00 Uhr: Ankunft in Duisburg-Ruhrort (Busparkplatz Apostelstr.84.
Der Bus
fährt dann zur Schifferbörse, Gustav-Sander-Platz)
 
10.00-11.00 Uhr: Besuch des Museums der Deutschen
Binnenschifffahrt (Apostelstr. 84)

11.15-13.15 Uhr: Geführter Rundgang durch den Hafenstadtteil Ruhrort
Beginn am Schifffahrtsmuseum: Wir gehen durch ein typisches multikulturelles Hafenviertel, die frühere Wirkungsstätte des Kommissars Schimanski. Ende bei den Museumsschiffen nahe der Schifferbörse)

13.15-13.45 Uhr: Besichtigung der Museumsschiffe „Oskar Huber“ und „Minden“

13.45-14.00 Uhr: Busfahrt zum Innenhafen (ca. 5 km, Busparkplatz unter A59 oder am  Calaisplatz)

14.00-15.30 Uhr: Mittagessen im „König-Pilsener-Wirtshaus“
(Am Innenhafen 8-10))

15.30-15.45 Uhr:  Spaziergang am Innenhafen zur Schiffsanlegestelle
"
Schweiger  Schwanentor“

16.00-18.00 Uhr:  Hafenrundfahrt durch den größten Binnenhafen der Welt
Dabei: Kaffee und Kuchen

18.00 Uhr: Rückkehr zur Anlegestelle und Entern des Busses 

18.15 Uhr: Abfahrt

20.00 Uhr: Ankunft in Radevormwald und Hückeswagen
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Organisation und Leitung: BGV Radevormwald – Hans Golombek
Gesamtkosten für die Busfahrt, die Stadtführung, den Museumsbesuch, den Besuch der Museumsschiffe, die Schifffahrt mit Kaffeegedeck: 68,00 €
Anmeldungen:  bis spätestens 1.9. (Mindestteilnehmerzahl 35)
aus Radevormwald bei Hans Golombek: Tel 02195/30217,  oder: Mobiltelefon: 0170 9675850, oder E-Mail: hans.golombek@t-online.de
aus Hückeswagen bei Steffi Wolter: Tel 02192/92270

 

25. November 2022

               

Vortragsabend
Von der Steinzeit bis zur Neuzeit, Feldbegehungen und Funde auf Radevormwalder Stadtgebiet


Referent: Thorsten Bussmann, Berufsfeuerwehrmann und ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger,
Radevormwald

Beginn: 19.30 Uhr / Ort: Bürgerhaus.

Auch in der Bodendenkmalpflege ist der Einsatz von Metalldetektoren nicht unüblich. Der Vortrag informiert u.a. über die Gesetzeslage, die Zusammenarbeit in der Bodendenkmalpflege und über die bisherige Fundlage auf einigen ausgesuchten landwirtschaftlich genutzten Flächen auf Radevormwalder Stadtgebiet.



Die Vorträge finden, wenn kein anderer Raum ausdrücklich angegeben wird,
im Mehrzweckraum des Bürgerhauses Radevormwald, Schlossmacherstr. 4-5 statt.

Geschichtsinteressierte Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.
Programmänderung vorbehalten.

Alle Veranstaltungen werden in der Presse angekündigt.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen erfolgt auf eigene Gefahr.


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Jahresprogramm 2020/2021

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Jahresprogramm 2019

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Jahresprogramm 2018

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Jahresprogramm 2017

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